Ein Tag mit Raw Food – und was isst du so?

Viele fragen mich: "Was isst man denn da so den ganzen Tag als Rohköstler?" ....hm....Die Frage ist berechtigt und dem gehe ich mal auf dem Grund. Ich habe heute den ganzen Tag lang für euch festgehalten, was ich so esse. Probier es selbst mal aus. Es funktioniert! 🙂 Und dann ist vielleicht sogar die Omi überzeugt, dass man mit Rohkost überleben kann.


05:30 AUFGESTANDEN
Der Tag startete mit einem üppigen Müsli. In meinem Müslivideo siehst du wie ich das zubereite. Statt Wasser wie im Video, habe ich heut Früh selbstgemachte Cashewmilch verwendet. Die volle Schüssel ist eine so reichhaltige Portion. Also ich war davon bis reichlich mittags satt. Die Portion enthält sehr viele Vitalstoffe. Das Müsli ist ein super Kraftspender.

Nüsse - viele natürliche Fette, Proteine
Samen - Vitamine, Proteine
Früchte - Vitamine, Enzyme, Kohlenhydrate
Haferkleie - Eisen, Vitamin B1, Kohlenhydrate
Chia - Omega 3 Fettsäuren, Vitamine

Das Müsli schnell gegessen (ich hab's nicht so mit Zeitorganisation) und dann ging es halb 7 auf Arbeit mit meinem Raw Food Beutel im Gepäck. Ich hatte dabei: Beerensmoothie, Grüner Smoothie, ein Apfel, Salat und Möhren-Kokos-Ingwer-Suppe.
11:00 DER APPETIT RUFT
Auf meiner Arbeit kann ich zum Glück mein Essen in den Kühlschrank stellen. Bei Rohkost ist es wichtig, dass es gekühlt wird, da es frische Nahrungsmittel sind. Ein Obstsmoothie zum Beispiel würde bei Zimmertemperatur anfangen zu gären. Das beweist, dass Rohkostessen viele Enzyme und Vitalstoffe enthält. Am späten Vormittag bekomme ich nun Appetit auf etwas Süßes. Ich hole meinen Beerensmoothie aus dem Kühlschrank und trinke ihn Stück für Stück immer, wenn ich mal einen Moment dafür habe. Der Smoothie sättigt mich bis nachmittags. Im Smoothie habe ich gefrorene Waldbeeren, Banane, Birne und Haferflocken gemixt. Ich glaube man sieht mir an, dass der kräftig rote Powerdrink super lecker ist. 🙂
15:30 UNTERWEGS ZUM SEMINAR
Am Nachmittag war ich stürmig unterwegs, um es rechtzeitig zum Gesundheitsseminar zu schaffen. Wie gesagt meine Zeitorganisation...naja. Für den kleinen Hunger zwischendurch habe ich einen grünen Smoothie dabei. Den habe ich während des 2-stündigen Seminars verteilt getrunken. Bei Smoothies ist es allgemein wichtig sie langsam zu trinken. Wenn der pure Früchtetrunk schnell auf einem Mal getrunken wird, dann kann das den Blutzuckerspiegel plötzlich und zu heftig ansteigen lassen. Die frischen Grünkohlblätter, Spirulina, Bananen, Birnen und Äpfel geben dem grünen Smoothie seine Energie! Hier zeige ich dir im Video wie es geht.

Während des Seminars konnte ich das Magengrummeln der anderen Teilnehmer hören. Und viele haben auf mein seltsames grünes Getränk geschaut. Die dachten bestimmt, dass ich es gerade frisch aus dem Moor geschöpft habe. Über die lustigen Blicke und die Magengeräusche musste ich schmunzeln und habe fleißig weiter getrunken. Ich fühlte mich super und energievoll und konnte aufmerksam zuhören.
18:30 BEI FREUNDEN
Abends hatte ich dann Hunger und habe mich gefreut auf den Salat und die Möhren-Kokos-Ingwer-Suppe. Die Suppe ist durch die Kühlung ungewollt sehr eingedickt und fasst ein Pudding geworden. Das war gewöhnungsbedürftig. 🙂 Aber dadurch habe ich zufällig heraus gefunden wie Rohkost-Pudding funktioniert. Das werde ich auf jeden Fall mal in einem neuen süßen Rezept ausprobieren.
Der Salat war sehr reichhaltig. Ich habe viele verschiedene Salatblättern, Gemüse, Pilze und Sprossen rein getan. Manchmal gebe ich noch Avocadostücke in den Salat. Das schmeckt klasse und ist dadurch ein mega Sattmacher. Als Nachtisch gab es dann noch einen Apfel und somit war meine Rohkostration verbraucht. Ich war erstaunt, dass mein Beutel voller Rohkost für den ganzen Tag ausreichte. Ich fühlte mich ausreichend gesättigt und kraftvoll trotz, dass ich sehr viel in Bewegung war. Jeder Tag ist natürlich anders. Manchmal hat man Früh mehr oder weniger Hunger. Oder man ist viel aktiver und isst dadurch mehr. Ich denke es ist wichtig am Tag entweder Früh und abends oder am Tag mittags kräftig Sättigendes zu essen. Oder über den Tag verteilt Kleinigkeiten geht sicher auch. Es kommt ganz darauf an wie dein Alltag strukturiert ist. Du musst für dich selbst herausfinden, was dir am besten schmeckt und was dich satt macht.

Auf jeden Fall hast du gesehen, dass ich an einem ganz normalen Tag nicht viel mehr brauche als sonst. Und wenn man sich einmal in der Woche viel vorbereitet, dann geht es auch ganz schnell mit der Zubereitung. Die Smoothies halten sich auf jeden Fall 3 Tage im Kühlschrank. Das Müsli (die Trockenmischung) hält mehrere Wochen. Die Cashewmilch übersteht ebenfalls ein paar Tage. Nur den Salat bereite ich oft frisch zu oder nehme maximal den vom Vortag, weil welke Blätter einfach nicht so gut schmecken. Wenn du einen Tipp brauchst für ein super leckeres Dressing, dann schau in meine Videos und Rezepte.

Es gibt natürlich noch viele weitere Variationen an rohen Mahlzeiten. Da sind die Zucchinispaghetti mit Tomatensauce, die rohen veganen Frikadellen, Bananeneiscreme, das leckere Broht, süße Cremes und Früchte"Joghurt" und und und. Du siehst, dass du super vielseitig essen kannst und nichts fehlt. Wenn du mal selbst ausprobieren möchtest einen ganzen Tag oder vielleicht sogar zwei Wochen roh zu essen und Hilfe dabei brauchst, dann beantworte ich gern deine Fragen. Schreib mir eine Mail oder inspiriere mich mit deiner Idee. <3

P.S.: wenn du einen Tag mit raw food ausprobierst und merkst, dass du gar nicht satt geworden bist mit der Menge, die ich dir hier gezeigt habe, dann ist das ganz normal. Am Anfang einer Umstellung sollte man viel und sich richtig satt essen. Der Magen stellt sich dann nach 2-3 Wochen auf das gesunde Essen ein und merkt, dass du ihm nur noch energiereiche Lebensmittel gibst. Und sobald der ganze Schrutz und die Schlacke aus deinem Körper raus gespült sind (nach 2 Wochen), wirst du immer weniger "Kraftfutter" essen. Der Körper kann die Nahrung dann vollkommen als Energiequelle für seine Stärkung nutzen, ohne dass etwas davon drauf geht für die Verdauung schlechter Nahrungsmittel.
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